Donnerstag, 22. Juni 2017

Parmesan Kräuter Blumenkohlsteaks aus dem Ofen und ein kleiner Nachtrag zum Schlüsselbeinbruch.

Nur so als Nachtrag zu dieser Schlüsselbeinbruchnr........tsss.......ich brauch das zur psychologischen Selbstbetreuung, dass ich euch das erzähle: Wisst ihr was letzte Woche mein Lieblingsereignis anlässlich war? HA!

Wir also im Krankenhaus in der Notaufnahme (weil die Versorgung von Schulunfällen nicht bei einem Arzt seiner Wahl erfolgt, sondern DA). Termin ist um 8.30 Uhr zur Kontrolle. Wir haben 8.15 Uhr. Mit uns warten etwa 50 arme Leutchen darauf, dass die völlig gestressten, aber leider auch ziemlich unfreundlich, gelangweilten Krankenschwestern einen wenigstens schon mal aufnehmen. Schlange stehen ist angesagt. Mangels funktionierendem Nummernautomaten stehen alle brav in einer Warteschlange. Der Techniker arbeitet dran. Die Schwestern kümmern sich aber nicht um die Schlange und geben sich lieber ihrer Missstimmung hin. Plötzlich nach ungefähr einer Stunde Warten ohne Kommunikation mit den aufnehmenden und aktionslosen Krankenschwestern gelingt dem Techniker ein brillanter Coup und die Nummermaschine funktioniert wieder.......alle stürzen drauf zu, ziehen ihre Nummern......natürlich nimmt jeder was er kriegen kann und schert sich einen feuchten K...äh drum, ob der erste in der Schlange die letzte Nummer bekommt......aber nun gut......der Mob einigt sich nach kurzer Zeit unerwartet gerecht und einsichtig friedlich. Nach etwa einer weiteren Stunde sind wir dran. Es ist 10.15 Uhr. Wir gehen zum Desk der Schwester, die uns daraufhin triumphierend mitteilt........"Ja sorry.......ihr Termin ist schon seit zwei Stunden vorbei. Sie waren nicht rechtzeitig da." Grins.

"Nein, oder? Nicht ihr Ernst???????"

Nach dem von mir erzwungenen Telefonat mit der Station dürfen wir dann aber trotzdem rein und werden auch sofort versorgt. Als Schlusssatz gibt die behandelnde Ärztin uns den mich schon beim 4 Wort stressenden Satz mit: "Lassen Sie sich vorne bitte für die nächste Untersuchung noch einen Termin geben, ja?" Ich ahne es.

Ich schleiche also zu besagten eben schon liebevoll beschriebenen Desk mit der noch liebevolleren Krankenschwester dahinter und frage Übles vorausahnend: " Für einen neuen Termin muss ich keine neue Nummer ziehen, oder? Was soll ich sagen? Sie sagt mit einem zuckersüßen Lächeln: " Doch! Sicher! Was glauben Sie denn???!" Und Tschüss. Unser erstes Zusammentreffen mit dem "verpassten" Termin hat sie mir offensichtlich noch nicht verziehen.

Unnötig zu erwähnen, dass immer noch 50 Leute zu der Zeit auf ihre Aufnahme warteten.....keine Ahnung was an dem Tag los war. Schlechtes Karma oder so. Wir ziehen also eine Nummer. Und warten. Warten. Warten. Kaufen Brötchen und Getränke im Krankenhauscafe, um nicht schlapp zu machen (Hoha! Vielleicht eine geheime Kooperation???)........die von der Ärztin bescheinigte Zeit, die wir uns offiziell in der Notfallambulanz aufgehalten haben, ist schon lange vorbei.  Wir überlegen uns schon einigermaßen glaubwürdige Erklärungen für die Schule, warum der Sohn so ultraverspätet dort erst wieder aufschlägt, aber uns fällt nix ein außer der Wahrheit, die ihm keiner glauben wird. Nach 1 1/2 Stunden halte ich es nicht mehr aus und springe eine zufällig herumlaufende Krankenschwester von der Seite an und erkläre das Dilemma."Ach warten Sie kurz, ich mache ihnen sofort einen Termin. Ist doch unnötig, dass Sie wegen sowas hier solange warten!" Äh ja genau!

Keine 2 Minuten später waren wir da raus.

Chaka. In zwei Wochen wieder ;-(. Pffff und durchatmen. Schwester X wir kommen.





Aber hier und jetzt sofort zum geilsten Blumenkohlrezept überhaupt. Ich weiß noch genau, wie die Jungs nach der Schule mitleidsvoll auf das Backblech schauten und kraftlos meinten: "BLUMENKOHL. Sososo. Gute Idee von die mal wieder Blumenkohl zu machen........;-(.......;-P)

Ha sagte ich da. Vertraut Muttern. Zumindest meistens. Vielleicht nicht bei der Autoreperatur, der Installation neuer Software oder der Kenntnis der Aktienkurse........aber HIER SCHON!

Na und so trug es sich zu, dass die Jugend voll überrascht wunderbarsten Blumenkohl begeistert aß.






Zubereitung:

1. Den Blumenkohl roh in etwa fingerdicke Scheiben schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. den Blumenkohl mit etwas Öl beträufeln oder besser ein Ölspay verwenden und den Blumenkohl damit einsprühen.

2. 2 -3 Knoblauchzehen schälen, halbieren und zwischen dem Blumenkohl auf dem Backblech verteilen. Alles mit Salz Pfeffer und abgezupften Thymianblättchen würzen. Zuletzt den geriebenen Parmesan darüber streuen. Wenn etwas Parmesan zwischen dem Blumenkohl auf das Backblech fällt, macht das gar nichts, der wird so super knusprig lecker und ihr streut in einfach nach dem Backen noch über das Püree.

3. Im auf 180 Grad vorgeheizten Ofen je nach Bräunungs- und Garzustandswunsch etwa 30 Minuten backen.

4. Während der Blumenkohl im Ofen bäckt, ein paar Kartoffeln kochen (Pell- oder Schälkartoffeln ist egal). Wenn diese gar sind, die Kartoffeln stampfen und durch Zugabe von etwas Butter (abhängig von der Menge Kartoffeln) und Milch zu einem Brei in der von euch gewünschten Konsistenz verarbeiten. Wir mögen es gerne, wenn es nicht ein gleichmäßiger Brei ist, sondern noch Stücke darin sind, aber entscheidet das selber. Zum Schluss alles mit Pfeffer, Salz und etwas geriebener Muskatnuss abschmecken.

5. Zum Dekorieren auf dem Teller Steaks und Püree anrichten und gehackte Petersilie und in der Pfanne kurz angeröstete Pinienkerne darüber geben.







Tschö ihr Lieben und drückt mir die Daumen für den nächsten Krankenhaustermin. Vielleicht sollte ich meinen eigenen Nummernautomaten im Handtäschchen mitbringen..........hm.











Zutaten:

1 Blumenkohl
2-4 Zweige frischer Thymian
2-3 Zehen Knoblauch
150 g geriebener, frischer Parmesan (nach Bedarf und Geschmack)
Öl zum beträufeln/besprühen
Salz, Pfeffer

1 Hand voll gerösteter Pinienkerne
4 Stengel Petersilie

Für das Püree:

Kartoffeln
Butter
Milch
Salz, Pfeffer, geriebene Muskatnuss

Dienstag, 13. Juni 2017

Wochenendsause am Sorpesee und wie wir wie die Äffchen in den Baumwipfeln lebten

Wißt ihr was als Kind eines meiner liebsten Kinderbücher war? Das Buch von Zephir dem schlauen Affen, der in einer absolut fantastischen Stadt in den Bäumen zuhause war. Die Zeichnungen im Buch fand ich einfach unbeschreiblich, so einfach, aber so liebevoll.......noch besser die ganze Idee, ein Haus, achwas!.......eine ganze Stadt im Baum zu haben. Mit allem drum und dran, genau wie ein richtiges Haus nur viel kleiner und eben oben im Grünen! Tee trinken in den Bäumen. Und Kekse essen. Und kochen! Und schlafen! Herrlich.  Ohne Witz habe ich Jahre in der Kastanie vor meinem Elternhaus in einer bestimmten und völlig perfekten Astgabel verbracht, dem Blätterrauschen gelauscht, den Leuten von oben zugeschaut, Butterbrot gegessen und hab mir vorgestellt, ich wär auch ein Äffchen und würde einfach im Wald oder noch besser im Dschungel wohnen. Das mit dem im Dschungel wohnen hab ich dann auch über die Jahre hinbekommen ;-). Den Thailand-, Malaysia- und Indonesienurlauben seis geschuldet. Leider ist das teilweise schon viel zu lange her. Also dachte ich mir mal.......warum nicht umme Ecke nach sowas suchen. Dann zwar ohne Dschungel, aber ein Baumhaus, ja das wärs. Und den Jungs und Mister Ü würde das auch bestimmt gefallen.

Wie der geneigte Leser und eifrige Instagramgucker die Tage bemerken konnte, urlaubte Familie Ü dann also für ein Weilchen im Nordicferienpark* am lauschigen Sorpesee im Sauerland. In einem Baumhaus! Und sagte ich was von wegen kein Dschungel? Jajaja, man erkennt in mir den Nichtsauerländer, denn am Sorpesee ist das schon mächtig grün und ursprünglich! Also FAST WIE im Dschungel. Was will ich mehr? Ein seit Kindheit immer wieder gehegter Traum ging also damit in Erfüllung und ein von Herzen gequietschtes Juchzen konnte ich mir kein bißchen verkneifen, als ich das Baumhaus das erste Mal sah. Achne.....eigentlich haben wir alle gequietscht ;-). Aber sowas von. Denn zum allergrößten Glück, sah das Häuschen glatt auch noch ein wenig aus wie aus einem Kinderbuch entsprungen.......mit zipfeligem Dach und schiefem Hexenhauskamin.





Seht her, das ist genau wie bei Zephir im Baumhaus! Klein, kuschelig, Terrasse mit Seeblick und naja.......okay, so vollausgestattet hatte es Zephir mit moderner Küche mit Backofen und Mikrowelle, Duschbad mit Klo und sogar einem Fernseher irgendwie doch nicht......aber WIR ;-)! Diese kleine, steile Treppe zu den Betten unterm Dach steigerte das Baumhausgefühl schon fast ins Unermessliche. Dazu dann noch die Hobbittüre im OG mit der sich der Raum in zwei Zimmer teilen läßt und das runde Vogelnestfenster über meinem Bett, natürlich mit Aussicht direkt auf den Sorpesee. Nach unserer ersten Besichtigung waren wir alle sowas von verliebt in unser Häuschen......hachz. Schlimm ;-)!







Diese Überglücklichkeit führte bei 75 % der angereisten Üs am ersten Morgen erstmal zu einem Ichstehniewiederaufweilssogemütlichist-Zustand. Und die restlichen 25 %, also der kleinste Ü? Jahaaaaa.......selten hab ich ihn so flink wie ein Wiesel aufstehen sehen und schwups hing er unterm Haus am Tau und krabbelte daran hoch und runter, transportierte mit der am Haus verbauten Seilwinde mit Eimer dran irgendwelche minikleinen oder leider auch schon mal größeren Käfer wider Willen im Dauermodus von oben nach unten und wieder zurück ("Mama, ich mache eine Käferzucht!" Und ich so: ;-(....."Super Schatz! Tolle Idee! Fantastisch geradezu ;-(" ) , matschte im Wasser (" Oder wir könnten auch eine Fischzucht machen!?" "Joooahhh??!"), sammelte hübsche Blätter ("Ich habs! Ich sammel Blätter.....ganz viele!", "Äh und die Fisch und die Käferzucht?"...........) und fühlte sich zu 200 % in seinem Element. Ganz die Mutter ;-)! Und dann entdeckte er das Kanu, das wie selbstverständlich auch noch zu jedem Baumhaus dazu gehört......ja. Leider relativ bleischwer das Ding (aber okay, man will ja auch nicht absaufen mit irgendwelchem Firlefanz), aber Mister Ü hat ja Arme wie Arnie S. zu besten Zeiten. Für den wars dann aus und vorbei mit der völlig überflüssigen Imbettumherliegerei. Ich erinnere mich dunkel, dass ich mich nochmal kurz rumgedreht hab........ähja.







Aber nicht dass hier jemand meint die 50% Ü wären total die Langeweiler und würden den ganzen Tag nur im Baumhausbett liegen. Neeeeee. Wir können auch anders! Direkt am Platze gibt es nämlich das Mosaik-Outdoorzentrum, in dem wir uns bei den verschiedensten Aktivitäten vergnügten. Trotz der mittelmäßig optimalen Tatsachen, dass der mittlere Ü ja einen noch nicht komplett ausgeheilten Schlüsselbeinbruch mit sich herumschleppte (Schulhockey kann so böseböseböse sein!) und meine Wenigkeit an einer erst zwei Tage zurückliegenden ZahnOP knabberte.





Fangen wir mal an mit dem Bogenschießen. Soll ich ehrlich sein? Anfangs dachten wir, dass uns das nicht wirklich umhauen würde. Keiner von uns hatte das jemals gemacht, aber da wir schon gefühlte 200 Mal im Kletterwald waren, wollten wir mal was Neues ausprobieren na und wie sagt man so schön "Ohne neue Erfahrungen stirbt man irgendwann doof." (Sagte der weltberühmte Autor des Blogs....ähm.....wie hieß er doch gleich?....achja....."Überall & Nirgendwo". Ein sagenhaft schlauer Mensch ;-)!)

Wir also hin.

Ja.

Soll ich euch was flüstern? Mister Ü und Kleini Ü sind Robin Hood-Reinkarnationen! Ich jetzt eher so semi. Hust. Mal davon abgesehen, dass die beiden vom ersten Schuss an ständig die Scheibe trafen, nach ein paar Minuten dann nur noch irgendwo zwischen gelb und blau die Pfeile reinknallten und Mister Ü dann auch noch den aus blanker Verzweiflung vom Bogenschießlehrer an einem Schnürchen vor dem gelben Zielfeld aufgegangenen Tennisball ("Das ist ja alles zu einfach für euch........aber das hier ist schwierig! HA!") zweimal am Faden des selbigen abschoß und der Mini Ü auch den Tennisball traf, war zumindest ich mit meiner Familie durch. WAS......äh.......WAS?????? Woher könnt ihr das???? NIEMAND WEIß ES.

Soweit zum Training an der Scheibe für die Dummies (wie mich). Dann gings in den Wald. Da galt es dann Gummitiere oder Fotos in schwierigeren Positionen abzuschießen. Was soll ich sagen.....hätten wir jetzt Steinzeit, ich wäre gut versorgt gewesen und würde wahrscheinlich auf die Dauer gut Speck ansetzen bei der Versorgung. UND! Zu meiner Erleichterung traf ich nach ein wenig Herumprobieren und Üben dann endlich auch mal. Chaka, ich alte Bogenschießwurst ;-D!









Was auch wunderhübsch am Sorpesee zu tun ist, ist natürlich Kanufahren. Nicht, dass wir das nicht schon ausgiebigst mit unserem hauseigenen Kanu getan hätten.......das ist aber nur für 3! Und wir wollten einfach alle zusammen fahren. Wir also zum Kanuverleih von Mosaik und rein ins Boot. Wir schipperten dann in bester Indianermanier über den Sorpesee und machen kleine Spielchen. Bällchen auf den Rudern herumreichen und sowas......ja und arme Einsamkeitsuchende in kleinen Buchten überraschen. Das mit dem Anschleichen ist auf jeden Fall noch ausbaufähig. Aber die Helden des Bogenschießens können ja nicht alles können. Das beruhigt (Oder lags an mir? "Oh guckt mal wie klar das Wasser ist.....darf ich mal mit Rudern aufhören und etwas planschen und plätschern.......oh wie schön! Macht doch auch mal!"). Fragen über Fragen.

Na und so der Ergänzung halber: Für die Kanufaulenundichruderdochnichtselberihrverrückten gibt es Personenschifffahrt auf dem Sorpesee. Ist so ein richtiger Ausflugsdampfer mit mehreren Haltestellen. Sucht einfach aus, was euch Spaß macht!






Ein tolles Erlebniss am Sorpesee ist dann schlußendlich noch eine Fahrradtour. Wir liehen uns wieder bei Mosaik ein paar Räder und cruisten um den See. Es gibt viele verschieden anspruchsvolle aber auch entspanntere Routen, z.B.

Tourenfahren durchs Sauerländer Siebengebirge

Tour nach Balve und Schloss Wocklum

Radweg rund um den Sorpesee

Wir wählten die harmloseste Tour......so von wegen Schlüsselbein und ZahnOP......eigentlich durfte der mittlere Sohn überhaupt kein Fahrrad fahren......ach aber egal. Alles gut gegangen. Nicht weiter drüber nachdenken.





Ach und abends dann.......muß ich noch mehr sagen als das, was dieses letzte Bild vermittelt? Ich glaube bei Zephir hingen auch Lampinions in den Bäumen.......hachz.

Und wenn sich jetzt irgendeiner fragt, wo denn der dritte Sohn so war? Der arme Kerl hatte seine mündliche Abiturprüfung genau am Tag nach unserer Rückkehr und er wollte nicht mit dem Feuer spielen. Schade, aber hat sich voll gelohnt für ihn: EINS! Chaka und Rolle rückwärts! Na wenns das nicht mal ist!

Äffchengrüße!












* In Zusammenarbeit mit Sauerland Tourismus, dem Nordicferienpark und dem Mosaik Outdoorzentrum

Donnerstag, 1. Juni 2017

Und noch ein Happy Birthday Törtchen für lovely Mister Ü........ohne geht ja mal gar nicht!

Geburtstag ohne ein klitzekleines Törtchen? Das geht im Hause Ü ja schon mal gar nicht. Tradischääääääään! Gebackenes Glück........oder ach, auch mal nicht gebacken, nur gestapelt oder aus dem Kühlschrank........wir hatten da schon alles Mögliche. Je nachdem, was die jeweilige Lebensphase so hergab: Von der Oberkracherschokotorte, auf die der große Sohn als bekennender Schokoholic (bis auf letztes Jahr) total steht, schaut z.B.mal  diese Maltesers Schokotorte  oder auch die Nougattrüffeltorte  und das fast schon harmlose Schokobaisertörtchen mit Früchten.  Schokoschwindel inclusive ;-). 

 Na oder auch mal eine schon fast verrückt gesunde Geburtstagstorte, als der Sohn für eine kurze Phase versuchte den "Healthy Lifestyle" ohne Zucker und mit absonderlichen Essschrullitäten  durchzuziehen, wie dieses wunderhübsche Dingelchen nur aus 100 % Obst. Wahlweise noch abzuwandeln mit einer klitzekleinen Sahnehülle wie HIER, aber nicht weniger fruchtig und erfrischend an heißen Tagen. Na oder für den Nichtbäcker, die wunderbar leichte No Bake Joghurt-Ombre-Torte. Alles war super und gerade wegen der Abwechslung wunderbar.

Wenn ich mir die ganzen Törtchen so anschaue verwirrt mich aber fast eins. Es sind fast alles Kuchen, die ich für den ältesten Sohn oder Mister Ü gebacken habe. Was nicht daran liegt, dass die anderen keinen bekommen hätten. Der war nur meistens dann ein gewöhnlicherer Kuchen, der schon auf dem Blog ist (Mini will immer Käsekuchen.......am liebsten DIESEN HIER, entweder mit oder ohne Erdbeeren!) oder nur klein und unspektakulär, weil der mittlere Sohn lieber "etwas Salziges" wollte.........oh Gottchen......ne.......ein SchnitzelPommesBratwurstkuchen wars nicht ;-D, hahahaha.......aber so in die Richtung gings. Gacker.






Na wie auch immer. Hier und heute der diesjährige Geburtstagskuchen für den Besten aller Ehemänner.......lovely Mister Ü. Da der Herr im Mai geburtstagt, darf es dann aber nicht so krachig schwer sein. Ich wählte also eine Mischung aus einer Art cremigem Amikäsekuchen (auf die wir hier sonst eigentlich gar nicht so stehen, der ist aber supi!) mit einem Keksboden und frischen Früchten.






Zubereitung:

1. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Dann die Vollkornkekse klein bröseln, Haselnüsse und weiche Butter dazu geben, alles zu einem Quasiteig gut vermengen/kneten und den Boden der Springform damit gleichmäßig belegen. Alles gut und fest andrücken. Noch nicht backen. Nur zur Seite stellen.

2. Die weiße Schokolade entweder im Wasserbad oder in der Mikrowelle (Vorsicht! Brennt sauschnell an!) anschmelzen bis sie komplett aufgelöst ist. Zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.

3. Nun den Frischkäse, Zucker, Eier, Vanille und Schmand in der Küchenmaschine zu einer gleichmäßigen Masse verarbeiten. Dann die abgekühlte, aber noch nicht wieder fest gewordene weiße Schokolade unterziehen.

4. Die Creme nun auf den angebackenen Keksboden verteilen und die Form für 50-60 Minuten in den vorgeheizten Backofen geben. Gut aufpassen und gegen Ende der Backzeit Stäbchenprobe in der Kuchenmitte durchführen. Bei Bedarf Backzeit erhöhen. Sobald der Kuchenkern fest ist, den Kuchen aus dem Ofen holen, abkühlen lassen und dann für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.

5. Am Verzehrtag den Kuchen mit Erdbeerscheiben, diversen Früchten, Blättchen und Blüten hübsch aufrüschen und los gehts an die Kuchentafel!






Habt noch ne wunderschöne, sonnige Woche! Boah ist das Wetter mal der Kracher, oder??? Ich mag gar nicht lange am PC sitzen!

Winkewinke!











Zutaten:
(für eine 18 cm Form)

Für den Boden:

12 Buttervollkornkekse bzw 80 gr
20 gr gemahlene Haselnüsse
45 gr sehr weiche Butter

Für den Käsekuchenteig:

750 gr Frischkäse
170 gr Zucker
3 Eier
170 gr Schmand
170 gr weiße Schokolade gehackt
1 MPs gemahlene Vanille

Für die Auflage:

Erdbeeren
Blaubeeren
Himbeeren
Brombeeren
Minzeblättchen
essbare Blüten der Wahl z.B. Gänseblümchen, Veilchen, Rosen, Lavendel

Dienstag, 23. Mai 2017

Kartoffel Sellerie Gnocchi & Noilly Prat Fenchel Safran Sauce

Ist das nicht verrückt? Da bringt meinen lovely Mr. Ü und mich und irgendwie tutta la familia so ein harmloses Gnocchigericht völlig aus der Fassung. Total. Komisch ist das, was? Und ich erklär euch gleich mal wie das kam. Aber gleich vorne Weg: Wir finden diese Gnocchi inzwischen so großartig, dass wir verrückt nach ihnen sind und ich gar nicht verstehen kann, wie ich anfangs darüber nachdachte, euch dieses Rezept vorzuenthalten und die hübschen Fotos einfach in den virtuellen Mülleimer zu schmeißen.

Also. Ich probiere ja völligabsolutgerne neue Gerichte aus. Wisst ihr ja. Und da ich ja weltgrößter Gnocchifan bin, hab ich natürlich gejuchzt, als ich bei grain de sel dieses wunderbare Rezept fand, das sich doch so wunderbar außergewöhnlich las. Ich mag Michaelas Blog supergerne, denn es sind unkapriziöse, funktionierende, gut durchdachte und immer ! leckere Rezepte, die sie diretamente aus ihrer Wahlheimat Frankreich postet.

Da wir ja samt Familie ständig und immer durch die wilde Welt sausen und wirklich schon die durchgeknalltesten Sachen vertilgt haben, bilde ich mir ein, dass mich foodtechnisch nicht mehr viel aus der Bahn werfen oder überraschen kann. Wer indisch, asiatisch, persisch und arabisch ständig auf dem Teller hat und sogar Amerika überlebt hat (Chlorwasser und Fettkeule und so)....also bitte.....was soll denn da noch groß schocken?

Na wie soll ichs jetzt sagen? Liegt´s vielleicht einfach dran, dass ich in meinem Leben keinen Draht zur französischen Lebensart bekommen habe (Biste Italiener, biste kein Franzose....so wohl die Regel bei uns im Hause!?). Der französische Geschmack liegt mir einfach nicht automatisch zack auf der Zunge. Na und genau das war irgendwie das Problem hier. Ich kochte stundenlang, rollte kleine Gnocchi, unterhielt mich ausgiebigst mit einem Fachmann über Noilly Prat, dessen Einsatzbereich und Geschmacksformula und verzettelte mich geradezu mit diesem ungewöhnlich feinen Sößchen. Na und dann das. Da saßen wir dann alle und hatten wunderhübsch angerichtet diese Gnocchi auf dem Teller, pieksten und pieksten nacheinander ein Gnocchi nach dem nächsten auf, beförderten es in Richtung Magen und dachten einfach nur nach. Wie finden wir das jetzt? Hm. Selten war es so ruhig beim Essen. Bis zur vorvorletzten Gnocchi war ich felsenfest der Ansicht: "Das mach ich doch mal lieber nicht auf den Blog. Zu bekloppt. Das mag bestimmt keiner." Und dann erinnerte ich mich plötzlich an einen Satz meines Fachexperten zum Thema Noilly Prat: "Den macht man übrigens auch in Bouillabaisse!" Hoha. Und dann ringelte es plötzlich geschmacklich und ich hatte urplötzlich eine Verbindung zum Gericht. Und das Verrückte: Lovely Mr. Ü auch. Die Jungs brauchten etwas länger.

Wir haben es dann noch bestimmt dreimal gekocht und fanden es jedes Mal IMMER NOCH besser. Na und jetzt sind wir verrückt danach. Ist das bekloppt? Aber wie!





Die Zubereitung dieser wunderbaren Köstlichkeit ist allerdings muss ich zugeben ein klitzekleinwenig zeitintensiv. Ich sage das ganz ehrlich, dann eigentlich liebe ich ja schnelle Gerichte. Die Gnocchiherstellung ist zwar nicht schwierig wie insgesamt das ganze Gericht nicht, benötigt aber einfach ein wenig Zeit. Nehmt sie euch also und genießt den Workflow. Ist auch mal schön.






Zubereitung:

1. Zuerst mal ran an die Gnocchi. Dazu Kartoffeln und Sellerie schälen, in Würfel schneiden und in Salzwasser 15 Minuten gar kochen. Die Würfel dann auf ein Backblech geben und im Ofen bei 150 Grad und leicht geöffneter Ofentür etwa 20 Minuten gut ausdampfen lassen. Danach das Gemüse abkühlen lassen.

2. Kartoffeln und Sellerie pürieren und mit Mehl, Eigelb, Salz und Pfeffer zu einem Teig verkneten. Arbeitsfläche gut bemehlen und den immer noch relativ klebrigen Teig zu einer Rolle von 2 cm Durchmesser rollen, Gnocchis abtrennen und in die gewünschte Form rollen.

3. Für die Sauce Schalotte, Knoblauchzehe und Fenchel fein würfeln und in einem Topf mit etwas Butter anschwitzen. Dann den Noilly Prat und den Weißwein angießen und auf die Hälfte einkochen lassen. Danach die Gemüsebrühe angießen und den Thymian dazu geben und alles nochmals auf ein Drittel einkochen lassen. Die Sauce mit dem Pürierstab bearbeiten bis sie fein ist und mit Safran und Kokosmilch, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Nun einen großen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen und die Gnocchi hineingeben. Wenn sie aufsteigen selbige mit einer Schaumkelle herausheben und entweder sofort auf einem Saucenspeigel anrichten und servieren oder die Gnocchi noch kurz in Butter anbraten und dann auf dem Saucenspiegel servieren.






Und? Ich finde es sieht schon auf dem Teller unfassbar appetitlich aus (ich alter Franzose, höhö ;-D). Mich würde mal interessieren wie es euch dann so mit dem Gericht geht? Hop oder Flop? Ich bin gespannt! Meistens ist es ja so, dass man bei den Blogs, die man so liest, eine gewisse Erwartungshaltung hat , was das geschmackliche Endergebnis hat. Den Kochstil des einen mag man einfach machmal mehr wie den des anderen und man hat einfach seine Lieblinge bei denen einem einfach alles schmeckt. Als ich das hier kochte mußte ich 2304 Mal darüber nachdenken, dass diese Gnocchi einfach anders sind und nicht 1a in mein sonstiges Konzept und eure Erwartungshaltung einem Rezept von mir gegenüber passen. Aber genau deshalb finde ich sie ja so gut!





Na dann berichtet mal! Ich bin gespannt wie Hulle ;-D!













Zutaten:
(für 2-3 Personen)

Gnocchiteig:

300 gr Knollensellerie
150 gr Kartoffeln
120 gr Mehl
1 Eigelb
Salz, Pfeffer

Noilly Prat Sauce:

1 Schalotte
1 Stück Fenchel (ca. 2 Eßl fein geschnitten)
1 Knoblauchzehe
50 ml Noilly Prat
50 ml Weißwein
150 ml Gemüsebrühe
1 Tl Thymian
70 ml Kokosmilch
0,5 gr Safranfäden (optional Kurkuma)
Salz, Pfeffer
1 Pr Zucker

Butter zum Anbraten